In Ehrenstein wurde ich verwöhnt. Nancy ließ es sich nicht nehmen mir einige belegte Brötchen zu machen. Sie versorgte die Pferde bereits 6:30 mit Haferschrot.

Viel Platz zum Ausruhen.

9 Uhr wollte ich aufbrechen jedoch wurde es ca. 11 Uhr bis ich alles erledigt hatte. Das Hufe reinigen nahm besonders viel Zeit in Anspruch und war schweißtreiben. Zwischen den Kunststoff-Beschlägen setzte sich Stroh gemischt mit Steinen so sehr fest, dass mit dem herkömmlichen Hufkratzer der Huf nicht zu reinigen war. Deshalb holte ich mein Universalmesser mit Hufkratzer hervor , welcher mehr einem Haken gleicht. Damit ging es bereits viel besser und bei acht Hufen war es eine erhebliche Erleichterung für mich alle Hufe von Steinen und Stallmist zu befreien. Nach dem Aufsatteln, Verabschiedung ging es hinaus auf die Strecke.

 

Sofa im Reiterstübchen.

Übrigens, die letzte Nacht verbrachte ich im Schlafsack auf der Couch im Reiterstübchen. Habe großartig geschlafen.

Aber nun zur Strecke, diese wurde von einem lieben guten Geist für mich geplant. Ich folgen den Ansagen von Komoot und komme gut voran. Die Wege gehen über offenes Land auf steinigen Boden. Gut, dass die Pferde Schuhe tragen. Im ersten Ort gab es ein wenig Verwirrung. Die erste Abbiegeansage war nicht zu realisieren, deshalb einige Straßen Abschnitte weiter. Jetzt links, geht nicht. Die Mühlabfuhr blockier die schmale Gasse. Zweiter Versuch, das Fahrzeug vom Bäcker blockiert den Weg. Na dann, beim dritten Mal hat es funktioniert. Im Nachgang hätte ich jede weitere Straße oder Gasse nehmen können. Nach dem Ort ging es unspektakulär weiter, parallel zur Hauptstraße, wo mich der ständige Autolärm nervte. Wenigstens waren die Querungen dieser Hauptstraße durch Überführungen gelöst. Nach ca. 10 km ging es in den Wald, die Bodenverhältnisse wurden besser, der Waldboden ist schön zu reiten. Doch viele weitere Wege waren Forstwege, breit wie eine „Autobahn“, mal gesäumt von Monokulturen bestehend aus Nadelbäumen oder Mischwald. Die Nutzung des Forsts war überall sichtbar, die Spuren schwerer großer Bearbeitungsmaschinen waren allgegenwärtig. Menschen begegnete ich nicht auf zwei drittel der Strecke. Wildtiere ließen auf der gesamten Strecke nicht blicken.

Wasser am Dorfbrunnen.
Keks war schneller fertig mit saufen.

 

In Geilsdorf schickte mich Komoot einen schmalen Weg hinab, sodass ich beschloss diese Passage zu Fuß mit den Hotties im Schlepptau zu passieren. Unten im Ort gab es eine Dorfbrunnen, welch eine Wohltat. Die Pferde haben das kühle Nass gierig in sich hineingezogen. Nun folge ich wieder der Route. Der nächste Vorschlag ist so schmal, dass ich den nicht nehmen kann, deshalb eine Alternative finden. Einige Häuser nach vorne, dann links und links und schon wieder auf den Treck. Aktuell alles zu Fuß. Der nächste Kilometer hatte es in sich. Vorbei an Kühen sowohl linker als auch rechter Hand. Horror. Keks zitterte vor Angst und sein Fluchtinstinkt spielte verrück. Er war kaum zu halten. Nach dieser Strecke wurde es wieder gemütlich. Nur noch 4 bis 5 km, bald ist das Ziel erreicht. Wiederum aufsitzen, weiter reiten. Dass Komoot an Weggabelungen nicht immer exakt ist, weiß ich mittlerweile. Also den Weg für weitere 1,2 km folgen und dann! Ein Eisengitter. Wie schrecklich. Krümel verweigert, daher raus aus dem Sattel. Keks geht freiwillig über das Gitter und so bringe ich Keks über die Straße zum nächsten Wegabschnitt.

Keks, hochangebunden. Der hatte sichtlich Stress/Angst. Wo bleibt mein Kumpel.

Zurück zu Krümel, welchen ich angebunden hatte. Geht er rüber? Ja, er geht. So nun über die Straße und über das nächste Gitter. Von wegen. 45 Minuten Zoff, keine Change.

Krümel, nicht einen Schritt weiter.
Von wegen Pferde springen. Keine Change!

Deshalb Keks holen und die Straße entlang zum nächsten möglichen Punkt, um die Tour weiter zu reiten. Nur noch 2 km, dann ist es geschafft.

Am Hof Reiterhof Oberpörlitz bekomme ich einen Platz für die Pferde für zwei Nächte und ein feines kleines Apartment. Abend bin ich nach Ilmenau zum Abendessen gelaufen, dann mit dem Taxi zurück. Tolles Erlebnis auf 25,5 km.

 

 

 

VG Kurt

Auf Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/68089656?code=odgvgm-Sh6-MTZ2fFVoQwIE7FAf_Ghm1q7B1u_4tDojwe3lngE

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