Es ist 6 Uhr morgens, der Tag ruft. Raus aus dem „Fischerfeldbett“.

Feldbett, bequem, warum für Fischer?

Ja, was es nicht alles gibt. Ein Feldbett bequem wie ein Bett speziell für Fischer entwickelt, damit die den Biss verschlafen können. Ein wenig Morgentoilette ist angesagt, nichts Großes. Im Reiterstübchen gibt es Tee und Frau Flemming brachte ein Frühstück vom Feinsten. Nun noch einige Fotos machen, die Hotties begrüßen und die Sachen zum Packen aus dem Abstellraum zum Anbindebalken bugsieren. Wie gesagt, tägliche Routine. Zuerst die Hufe auskratzen, dann striegeln und aufsatteln. Keks ist wieder hyperaktiv. Scharrt mit den Hufen als wie es nicht schnell genug weiter gehen kann. Doch die tägliche Startvorbereitung benötigt mindestens 1 Stunde, jedoch habe ich auch schon 90 Minuten gebraucht. 10 Uhr 30 ist es soweit, Verabschiedung und auf geht´s.

Zwei Freunde. Terror wenn die Beiden sich nicht sehen.

 

Der Weg führt durch diesen kleinen beschaulichen Ort und Komoot ist wieder einmal irritiert. Heute reite ich nicht dreimal im Kreis. Frau Flemming hat mir die Richtung und den Abbiegetipp gegeben und dem folge ich. Es geht wieder rauf und runter. Ich bin in Thüringen, dieser Teil in Deutschland ist stark bewaldet, hat zwischendurch sehr große Felder, wo viel Raps angebaut wird und ist sehr hügelig. Auf den ersten Kilometern ging es über Feldwege durch große Anbauflächen. Kein Reh, kein Hase und auch keine Wildsau in Sicht. Nur hin und wieder schreckt ein Fasan auf, was Krümel und Keks zu einigen Galoppsprüngen animiert. So geht es bis Walldorf in Thüringen. Ein bezaubernder, beschaulicher Ort welchen ich durchqueren muss. Auf den Weg in den Ort kamen zwei riesige Landmaschinen entgegen.

 

Kurz vor der Abreise.

Hut ab vor den Fahrern, welche sehr rücksichtsvoll waren und die Fahrzeuge behutsam vorbei lenkten. Kein unnötiger Lärm. Unten im Ort Walldorf hat das Navi-System ein wenig verrückt gespielt. Da ich jedoch die Weg Beschreibung im Kopf hatte, bin ich Schnur Straks durch den Ort gelaufen. Am Ortsbrunnen neben der Kirche habe ich die Hotties getränkt oder anders, die haben das Wasser angenommen. Das ist nicht selbstverständlich. Pferde bestimmen wo und was sie trinken. Nachdem ich Walldorf hinter mich gebracht hatte, baute sich eine Schlechtwetterfront vor mir im Westen auf, es wird regnen. Regenmantel, dieser ist vorne am Sattel verschnürt, beim Reiten, ohne abzusteigen lösen und anziehen. Krümel hat es ohne Nervosität ertragen und kaum war ich geschützt öffnete der Himmel seine Schleusen. Im nächsten Waldstück sind wir etwas in den Wald unter einen Baum, um den Starkregen ein wenig abzuwarten. Wir sind zu diesem Zeitpunkt noch in etwa 10 km vor Dörrensolz. Das Land wird welliger, wir sind in der Rhön angekommen.

Kirche in Walldorf.

Im nächsten Ort Stepfershausen, ebenfalls ein Örtchen in Thüringen, geht es auf einen schönen, gut beschilderten Wanderweg. Wie kann es anders sein, er führt bergauf. Nur noch 4,5 Kilometer und es ist geschafft. Am letzten Abstieg dämmert es mir, da bin ich schon mal geritten oder doch nicht. Wir waren schon einmal in Dörrensolz zum Reiten. Wie ich aus dem Wald komme ist mir alles klar, der Reiterhof liegt vor mir in greifbarer Nähe. Am Hof werde ich von der Frau des Besitzers bereits empfangen.

Vor der Ferne sehe ich bereits den Reiterhof. Nu noch 1 km.

Die „Huffington Post“ Stall zu Stall funktioniert. Absteigen Pferde versorgen. Die Pferde brachte ich anschließend auf den Reitplatz zum Austoben und damit sie sich wälzen konnten. Später kam der Reitstallbesitzer und wir klärten ab, wo die Pferde stehen werden. Wir einigten uns auf eine beinahe leergefressene Koppel. Dorthin brachte ich die Beiden. Erst danach habe ich mich aussortiert. Die Seesäcke ins Zimmer gebracht, die nassen Sachen zum Trocknen aufgehängt und ein Hemd, ein Unterhemd und Socken gewaschen. Ob erfolgreich, das werde ich noch sehen, wenn die Wäsche trocken ist.

7 Uhr 30 gab es ein hervorragendes Abendessen, Schweine Nackensteak, Bratkartoffel und gedünstete Zwiebel. Lecker. Nach einigen Schwätzchen mit dem Besitzer und Gästen bin ich bereits 21 Uhr 30 abgedampft in mein Zimmer.

Reit und Ferienpark Dörrensolz

Dörrensolz 1
98634 Unterkatz

Der prüfende Blick nach vorne.

www.reitundferienpark.de

info@reitundferienpark.de

Zum Nachlesen auf Komoot: https://www.komoot.de/invite-tour/68850203?code=ggyct5-9cExKWqIS7K7w1d1DcoJ8ujaE5o0XLlLUbe_n2zycTE

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