So lautete die Idee. Auf in den Süden. Vom Ausgangspunkt Campingplatz Haumühle nach Kirn und noch weiter südlich.

Bach am Campingplatz
Keks vorm Aufbruch
Blick ins Tal. Hunsrück ist schön.

 

 

 

 

 

 

 

Der Gedanke war, trenne dich von der Vorstellung einen Punkt zu erreichen, sondern versuche täglich 30km in den Süden vorzustoßen. Daher auf nach Kirn, einer größeren Stadt dort gibt es sicherlich Pferdehöfe. Ja, gibt es. Leider ist dort Westernreitturnier. Doch von Vorne. Die Nacht habe ich in der Hängematte am Bach geschlafen. Gemütlich aber im Morgengrauen auch ein wenig kalt. Die Feuchtigkeit kroch den Bach herauf. Vier Uhr morgens bin ich dann aus der Hängematte und habe den Pferden einen erweiterten Platz zum Grasen eingerichtet. Sieben Uhr brachte mir Olaf’s Frau Frühstück und Kraftfutter für die Pferde. Beim Aufsatteln habe ich mir besorgt die wunden Stellen am Widerrist angesehen. An reiten ist nicht zu denken. Also auf nach Kirn Richtung Süden. Der Weg führt durch Natur zum Schloss Dhaun. Dort sehe ich einen Wegweiser nach Weiler ca. 6,5 km, aber ich will doch in den Süden. Daher ignoriere ich das Schild und laufe mit den Hotties im Rücken nach Kirn. In Kirn rufe ich den Reitstall an um zu erfahren, dass die keinen Platz haben. Empfehlung, gehe nach Weilern. Genau genommen hätte ich sofort umdrehen müssen, denn vom Eingang nach Kirn zurück nach Norden nach Weilern wären es nur 6 km gewesen. Aber nein, ich gehe zum Reitstall. Das zieht sich durch den Ort Kirn  Kilometer um Kilometer bis ich die Brücke zum Reitstall finde, dann noch einen Kilometer und ich bin vor Ort. Schön ist, dass es Kraftfutter und Wasser für meine Tiere gibt und für mich nach 365 Tagen das erste alkoholische Getränk. Laut Auskunft ist es von dort eine halbe Stunde nach Weiler. Von wegen halbe Stunde. Der Weg windet sich sanft den Hügel hinauf, kein Abzweig ins Tal wird vom Navi vorgeschlagen und so gehe ich Kilometer, wie viele es zu viel sind werde ich nie erfahren. Der Weg ist lang und will kein Ende nehmen. Neun Kilometer noch. Mir brennen die Fußsohlen und der Durst bringt mich um. Der Planet sticht und wir traben, leicht belämmert, den Weg entlang. Endlich geht es über die Nahr.

 

 

 

 

 

 

 

Nur noch vier Kilometer durch Weinberge bis zum Ziel. Bei der Wanderreitstation werde ich von Frau Lamp bereits empfangen. Am Ziel, wie üblich, zuerst Pferde versorgen, die Widerrist-Verletzungen begutachten und mit Zinksalbe beschmieren und dann Beide auf die Koppel bringen. Bei Familie Lang, die haben eine sehr schöne Anlage, bin ich noch zum Grillen eingeladen. Zuerst konnte ich noch duschen. Zweiundzwanzig Uhr falle ich nach einer Rundwanderung von ca. 36 Kilometern ins Bett. Wie geht es weiter? Die Verletzungen, deren Ursache ich noch nicht kenne, erlauben es nicht mit den Sätteln und Gepäck weiter zu reiten oder gehen. Eine Alternative wäre, das Gepäck wird von jemanden Transportiert und ich setze die Wanderung zu Fuß mit den Beiden fort. Fest steht, es wird drei bis vier Wochen brauchen, dass die Satteldruck Wunden verheilt sind. Vorher kann ich nicht weiter machen. Ob ich die Pferde nach Hause bringe oder hier stehen lasse zum Auskurieren steht noch in den Sternen. Ich diskutiere die verschiedenen Möglichkeiten mit meinen Vertrauten. Schade, es war bis jetzt, trotz vieler Irrungen und zusätzlicher Wege eine schöne Erfahrung mit den Pferden, welche einiges gelernt haben. Bahnübergang, kein Problem, Metall-Gatter keine Aufregung, dämliche Verkehrsteilnehmer mit Gelassenheit. Wie es weiter geht erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

 

LG

Kurt

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