Morgens um acht Uhr stand Karsten vor der Tür, der Besitzer der tollen Ferienwohnung, wo ich übernachtet habe. Karsten und ich fanden viele Gemeinsamkeiten und Themen, und schwatzten und schwatzten bis es 11 Uhr war. Beim Schwatzen haben wir heiße Limonade getrunken, welche ich im Gepäck habe.

Ferienwohnung

11 Uhr, jetzt muss ich die Beine in die Hand nehmen. Ich wollte doch so um etwa 10 Uhr los. Der Stall liegt um die Ecke. Den Krümel und Keks aus der Box raus und in der Boxengasse angeleint. Die üblichen Arbeitsschritte, Huf säubern und Kunststoff-Beschlag prüfen, striegeln, Schwanzhaar vom Stroh befreien.

 

Da ich bereits zum dritten Mal aufsattel mit dem Gepäck, war das rasch erledigt. Beide Pferde waren innerhalb einer Stunde für den Aufbruch bereit. Zuerst Krümel in den Hof geführt, danach Keks und beiden noch deren Lieblingsfutter, welches ich vorbereit habe, unter die Nase gehalten. Schlapper, schlapper und weg war es. Ich weiß nicht was da drinnen ist, dass die Beiden so gierig sind auf dieses Futter.

Keks
Krümel

 

 

Jetzt wird es Zeit vom Hof zu reiten. Der Krümel hat sich ein wenig geziert beim Aufsteigen, naja, ich kenne das. Nun Richtung Hofausgang auf die Schloßstraße nach Mücheln. Beim Hofausgang erklärte mir Krümel, da geh ich nicht. OK. Nach ca. 10 Minuten habe ich Krümel überzeugt, dass wir den Hof verlassen und auf die Schloßstraße einbiegen. An der Brücke über die Mücheln wiederum das Theater. Nach der Brücke stand ich mit beiden Pferden auf der Hauptstraße. Leider kennen die Navigations-Systeme wie Google-Maps oder Komood keine Reitwege. Wanderwege führen des öfteren einige hundert Meter neben Hauptstraße, was für Pferde ungeeignet ist.
Was nun? Ein wenig links, dann zurück und siehe da ein Wanderweg den Hügel hinauf. Beschilderung Fehlanzeige.
Hinaufgeritten den Hügel auf den schönen Wanderweg stellt sich wiederum die Frage links weg oder rechts. Links weg, was sich als ein Kilometer Fehlanzeige herausstellte. Daher zurück, durch die Schrebergärten rechts in eine Wald, welcher mich glücklicherweise auf einen Feldweg in Richtung Gross-Jena brachte. Endlose Weiten, Felder soweit das Auge reicht und zwischendurch sehe ich einige Kornweihen (Raubvogel), Rehe aber keinen einzigen Hasen.

Große Weite.

Nach einigen Straßen Querungen habe ich einen beschilderten Waldweg erreicht. Dieser führte für ca 4km in Richtung Freyburg Unstrud. Es ging weiter über einige unbestellte Felder. Über der Anhöhe vor Freyburg konnte ich einen Bauern befragen wie den der beste Weg nach Gross-Jena ist. Er gab mir viel Wissen mit, sodass ich ohne große gefährliche Straßen Überquerungen einen Feldweg erreichte. Dieser führte bergan. Leider ist mir auf halben Strecke Krümel auf einen Zügel gestiegen, sodass dieser gerissen ist. Wie unachtsam von mir. Damit ich ohne absteigen weiter reiten konnte, habe ich die Führleine, welche um Krümels Hals hing als zusätzliche Zügel verwendet. Führleine abmachen und mit dem Karabiner einhängen, fertig. Nun noch Keks seinen Führstrick wiederaufnehmen, dieser lag am Boden, und weiter bergan. Oben an einem Zaun angekommen wiederum die Frage, links oder rechts. Rechts war falsch. Daher umdrehen und links am Feldrand entlang mit Maulgerecht hochstehenden Korn. Keks wollte ständig fressen. Um das zu verhindern habe ich den Keks ganz kurz an der Führleine gehalten und Krümel zügig ausschreiten lassen, damit das kilometerlange Feld ohne fressen aufhörte. Am Ende gab es eine Überraschung. Huch, wie schön. Eine Brücke über eine vielbefahrene Straße. Klar, Krümel hat sich wieder einmal geziert, aber mit stetiger Überredungskunst hat er dann doch die Brücke in Angriff genommen. Jetzt sah ich ein Novum, eine Wegmarkierung und dieser folgte ich durch einen Wald. Im Wald an den möglichen Abzweigungen hat mich glücklicherweise mein Instinkt richtig geleitet. An einem Pferdehof vorbei ins Tal der Unsrud hinab in Richtung Gross-Jena. Unten angekommen konnte ich bereits den Reitstall sehen. Nur noch 3km, eine Straßen Überquerung es ist geschafft. Am Reitplatz wurde ich herzlich empfangen. Nun folgte das übliche Ritual. Absatteln, Pferde versorgen und zum Landhotel Grober´s Reiterhof gehen in welches ich mich eingebucht habe. Einfaches Hotel mit guter Küche und schönen Zimmern. Landhotel Grober´s Reiterhof Am Spielplatz 06618 Naumburg an der Saale
Hinweis:  landschaftlich eine reizvolle, wunderschöne Gegend.
Gruß Kurt

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