Restliche Feiertage und Jahreswechsel in Spanien, Tarifa Andalusien. 27.12.2019 bis 3.01.2020

Hallo zusammen,

diese Mal geht es nicht ums Reiten, es geht um Feiertage in einer anderen europäischen Kultur. Klar, die Temperaturen sind in Andalusien zum Jahreswechsel zwischen 17 und 20 Grad Celsius. in Tarifa bläst ständig der Wind und die Kit-Surfer verbringen die Feiertage auf dem Wasser. Und wir? Wir waren reiten, aber dieses Mal haben wir den Schwerpunkt auf spanische Kultur und Sehenswürdigkeiten gelegt.

Viele gelb bemalte Pferdekutschen prägen u.a. das Stadtbild.
Sevilla, eine sehenswerte Stadt 80 km vom Meer mit Hochseeschiffe, die hier anlegen

Sevilla war beeindruckend. Diese Stadt hat ein maurisches Flair und besitzt wunderschöne große Plätze, welche allemal eine weitere Reise wert wären. Was fasziniert uns am Jahreswechsel in Andalusien? Es ist der Umstand, dass es keine bzw. ganz wenig „Knallerei“ gibt. Man ballert nicht in die Luft uns schreit oder stöhnt, oh wie schön. Schau, schau. Nein, hier feiert man ein wenig anders. Bei gutem Essen, dann 12 Sekunden vor Mitternach pro Sekunde eine Weinbeere in den Mund stecken, Punktum beim Mitternachts-Gong die Beeren runterschlucken und sich einen Wunsch für neue Jahr geistig wünschen. Danach, „Karneval“.

An den Berghängen kleben Dörfer.
Brücke in Ronda, welche die Altstadt und Neustadt verbindet.
Kirche in Ronda!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den nächsten Tag ausschlafen und dann die Stadt Ronda besuchen. Die langen Fahrt in das Hinterland, durch eine schöne weite bergige Landschaft mit hochgelegenen weißen spanischen Dörfern, hat uns begeistert. Ronda ist schön. Wir haben auch noch Gibraltar besucht bevor die verrückten Briten die EU verlassen und sind auch noch ausgeritten. Die schwarzen Schweine, der Andalusische Stier alles zusammen hat uns Spaß gemacht. Um alles zu erzählen reicht einfach die Zeit nicht. Am 3.01.2020 sind wir zurück gereist.

Ausritt mit Klaartje.
Mosaik in Sevillia.
Klaartjes Pferd. Angebunden in der Pause.
Wunderschöne schwarze Schweine.
Andalusischer Stier. Klein aber kräftig.

 

 

 

 

Gruß Kurt

 

 

 

Alle Jahre wieder! Es ist Weihnachten und der Jahreswechsel naht. 24.12.2019 bis 26.12.2019

Am Stall.
Blick über die Heide.
Dort hinten kommen die Beiden.

 

 

 

 

 

 

 

Weicher leicht sandiger Boden. Gut für die Hufe.

Hallo zusammen, es ist der 24.12.2019 und wir bekommen Besuch. Yvi, ihres Zeichen eine sehr gute, talentierte Dressur-Reiterin geht mit mir ins Gelände. Welches Pferd möchtest du reiten? Yvi hat sich spontan für Keks entschieden. Da ich die Fähigkeiten von Yvi kenne, sie reitet zuhause fremde Pferde zu, habe ich sofort zugestimmt. Pferde holen, aufsatteln und raus ins Gelände. Dieses mal haben wir auch eine Fotografin mit, damit wir einige schöne Bilder vom Ausritt bekommen.   Wir gingen zuerst ins Viereck um Yvi die Möglichkeit zu geben sich an Keks zu gewöhnen oder vielleicht auch umgekehrt. Danach sind wir beim Haupttor hinaus in die „Prärie“ diese sanfte hügelige Landschaft hinter dem Stall. Nach ca. 90 Minuten sind wir zurück zum Stall. Die Temperaturen waren nicht für einen extra langen Ritt. Bei den Temperaturen um 0 bis 8 Grad Celsius bekomme ich leider Schmerzen im Knie. Ungeachtet dessen war es ein tolles Erlebnis. Keks war tiefen entspannt, nur Krümel hatte das ein oder andere Mal Flausen im Kopf.

Krümel trägt den „blüschigen“.

Yvi und mein Sohn Philipp sind am 25.12.2019 nach ausgiebigen feiern,Geschenke auspacken und gutem Essen wieder nach Hause abgedampft. Ja, wer Tiere hat kann diese nicht ewig anderen Menschen überlassen.

Es waren schöne Feiertage.

LG

Kurt

Der Jahreswechsel naht! 11.12.2019 bis 23.12.2019

Hallo zusammen,

Es gibt schon schöne Sachen zu kaufen in Salzburg.
Einige Stunden später war die weiße Pracht weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

vor einigen Tagen war ich in Salzburg, bin in die Innenstadt gegangen, habe den Weihnachtsmarkt besucht und mich mit Kutschern unterhalten. Thema, Hufbeschlag. Alle Kutschpferde in Salzburg sind mit Eisen beschlagen. Kein Kutscher verwendet Kunststoffbeschläge, laut Aussage eines Angesprochenen. Als  Grund dafür wurde genannt die kurze Lebensdauer und vor allem das Fehlen eines Hufschmieds, welcher sich hervorragend mit den neuen Kunststoffbeschlägen, den DUPLOS, auskennt. Ein Argument ist in Salzburg jedoch nicht von der Hand zu weisen, es ist der Winter, wo den Pferden „Speiks“ / Stollen in die Eisen geschraubt werden, damit diese bei Schnee und Eis die Steigungen besser meistern. Zwischenzeitlich hat es auch am Standort meiner Pferde geschneit und Keks und Krümel genießen die weiße Pracht, welche bereits nach Stunden wieder Geschichte war.

In den letzten Tagen haben wir die Pferde nach der Methode unseres Pferdeflüsterer trainiert. Das ist spannend und interessant wie die Beiden reagieren. Es ist unheimlich zu sehen wie man seine persönliche Gelassenheit auf die Tiere übertragen kann. Keks, der wie ein Zappelphilipp kaum ruhig stehen kann, kann auf einmal am Führstrick gelassen warten. Auch beim Reiten beherrscht er nun den langsamen Schritt und Trab.

Wenn wir ausreiten sind Keks und Krümel schon sehr gelassen. Wir nehmen immer unterschiedliche Wege vom Hof um sicher zu gehen, dass alle Wege problemlos von den Pferden akzeptiert werden.  Um ins Umland zu kommen, müssen wir eine viel befahrene Strasse überqueren. Das bedeutete absteigen. Beim letzten Ausritt bin ich alle Wege mit Keks am Führstrick gelaufen. Meine Partnerin ist mit Krümel dann in der Heide geritten und ich war begeistert wie gut das bereits funktioniert. Warum bin ich gelaufen? Da ich laut meinen Freunden „blüschig“ bin, benötige ich aktuell immer noch eine Aufsteighilfe. Keks findet das Aufsitzen nicht lustig. Er versucht sich ständig zu drücken. So nach dem Motto warum soll ich dich gewichtigen Menschen tragen . Lauf doch selbst.

Liebe Grüße

Kurt

 

Keks und Krümel sind zurück im Heimatstall 3.07.2019

Hallo liebe Leser,

es ist schade, dass ich die Reise abbrechen musste, aber die Verletzungen der Pferde habe eine Weiterreise mit Gepäck nicht zugelassen. Beide haben Druckstellen im Bereich Widerrist und laut Tierärztin muss das zuerst ganz verheilen. Also was nun? Die Pferde bei Beate in Weiler an der Nahr für einige Wochen stehen lassen oder wieder nach Sachsen-Anhalt in den Stall bringen? Jetzt geht es zuerst einmal darum wie kann ich die Pferde transportieren. Wie bereits angekündigt geht es um den Rücktransport. Mit welch einem Fahrzeug, wo den Pferdetransporter ausborgen. Alles Fragen die ich am 1.07.2019 und 2.07.2019 klären musste. Das Fahrzeug ging relativ einfach. Ich habe den VOLVO XC60 von zu hause angefordert. Laurent, der möchte nach Kolumbien, bringt mir das Fahrzeug. Es ist stark und schwer genug um einen voll beladenen Pferdeanhänger zu ziehen. Wo bekomme ich den Pferdeanhänger her? Dieses war etwas schwieriger denn alle Anhänger im Reitstall sind laut Aussagen defekt. Schade, denn die hätte ich schon längst reparieren können. Wir hatten einen Verleiher aufgetan, welcher aber kurzfristig absagte. Was nun? Gott sei dank gibt es Nähe Leipzig die Firma Schuhknecht, welche uns zu moderaten Konditionen einen Pferdeanhänger zur Verfügung stellt.

Hunsrück, Wein und Fels
Schroff, aus dem Zug gesehen
Ob das auch gut für Kletterer ist?

 

 

 

 

 

 

 

Das ist geklärt, jetzt muss ich am 1.07.2019 schnell nach Sachsen-Anhalt Leipzig, wo mir Laurent das Fahrzeug am 2.07.2019 übergeben wird. Beate brachte mich zum Zug. Die Landschaft im Hunsrück ist faszinierend, sanfte Hügel und schroffe Felsen. Zuhause wurde ich bereits erwartet. Das nennt man Service. Hänger ist organisiert und am 2.07.2019 gegen 13 Uhr bekomme ich den Volvo XC60, ob das klappt. Am 2.07.2019 ist es soweit, Laurent ist 13 Uhr bei Schuhknecht und ich übernehme. Fahre gleich anschließend mit dem Gespann nach Weiler und habe die Hoffnung, dass Beate noch ein Bett für mich hat, Von Unterwegs versuchte ich mich anzumelden. Ging nicht. Festnetz, Mobil ohne Erfolg. 20Uhr 30 bin ich am Stall, niemand ist erreichbar, so kann ich am Folgetag auch nicht 4 oder 5 Uhr aufbrechen.

Die Nahr, Nähe Weiler
Krümel auf der Weide bei Beate

 

Wie löse ich das mit dem Schlafen, keine Hängematte, kein Schlafsack im Auto, Hotels rar. Es bleibt nicht anderes übrig als die Nacht im Fahrzeug zu verbringen, das habe ich schon 30 Jahre nicht gemacht. Am 3.07.2019 bin ich 6Uhr aus dem Fahrzeug gekrochen, erstaunlicher weise hat mein Gerippe nicht geschmerzt und 7 Uhr konnte ich Beate erreichen, schön. Zwischenzeitlich haben Stallmitbenützer den Schuppen aufgesperrt, sodass ich mein Gelumpe in den Kofferraum packen konnte. Es ist 8 Uhr und ich habe auch die Pferde verladen. Das ging erstaunlich einfach. Keks ist einfach „eingestiegen“ Krümel hat zwei oder drei Minuten nachgedacht und ist dann freiwillig in den Anhänger. Jetzt geht es los, danke an Beate und an alle Helfer. Fünf Stunden Fahrt sind zu absolvieren, ob ich das problemlos schaffe, habe seit mehr als 30 Jahren keinen Wagen mit beladenen Hänger gefahren. Es ging erstaunlich gut. Unterwegs versuchte ich die Hotties zu tränken, erfolglos, kein Durst.

Keks und Krümel vor der Abreise.
Das Gespann
Gespann vorm Reitstall.
Es ist mir mit mehreren Anläufen gelungen den Anhänger schön einzuparken

 

 

 

 

 

 

 

So gegen 14 Uhr bin ich ohne Schwierigkeiten auf der Strecke beim Stall angekommen und habe problemlos entladen. Die Beiden kannten sich sofort aus und Keks trompetete seine Anwesenheit hinaus. Wie geht es weiter? Ich werde einige Wochen arbeiten und zum geeigneten Zeitpunkt von Weiler weiter reiten. Noch ein Hinweis: ich habe bis jetzt zig Theorien zum Thema Satteldruck Ursachen bekommen. Ich werde die Ursache eruieren und im Blog mitteilen, denn es könnte auch sein, dass z.B. der Sattel ideal passt jedoch das gewählte Sattel Pad zu dick ist. Wer weiß es wirklich?

Ein Dank gebührt allen meinen Vertrauten und der Fa. Schuhknecht, An der Hebemärchte 10 Gewerbegebiet Baalsdorf 10, 04316 Leipzig, Tel: 0341/6522070 und Familie Lamp, Idarstrasse 9, 55627 Weiler/Nahr, Tel: 067548240

Mehr gibt es später. LG Kurt

Nach 36 km Rundwanderung in Weiler bei Monzingen gelandet. 30.06.2019

Es schmeckt immer.

Es hätte anders sein können, wenn, ja wenn die Pferde nicht Verletzungen durch Satteldruck hätten. Ja, wenn! So muss ich mich den Gegebenheiten anpassen und habe lange überlegt was tun? Eine Variante wäre, ich lasse bei Familie Lamp die Hotties stehen für die nächsten vier Wochen bis diese auskuriert sind. Eine andere Überlegung war, jemand transportiert meine Gepäck zu einem vordefinierten Ort und ich gehe die Pferde im Schlepptau dort hin, zum Beispiel eine Strecke von 120 Kilometer. Diese Überlegungen spielte ich durch und war beinahe überzeugt eine davon zu nehmen oder doch zurück in den Heimatstall? Noch hatte ich mich nicht entschieden.

 

 

Ganz schön staubig am Reitplatz.
Wälzen gehört dazu.

Es war sehr angenehm den Körper in Schwung zu setzen, den Pferden eine Auszeit geben und mit den Beiden am Reitplatz zu üben. Keks drängte normalerweise immer am Führstrick bis ich heraus fand, dass es reicht eine Peitsche in die Hand zu nehmen und Keks drängelt nicht mehr. Bei Krümel machte ich auch eine Entdeckung. Dieses Vieh was angeblich keinen Fluchtinstinkt hat, kann man longieren, wenn die Peitsche scharfe Schnalz-Töne von sich gibt. Ein durchaus brauchbare Erkenntnis. Zusätzlich habe ich beiden versuch beizubringen sich parallel zu einem Hindernis zu stellen, als Vorübung zum Gatter öffnen und schließen. Keks ist an der Longe zügig getrabt und über Hindernisse gesprungen, das konnte ich Krümel nicht abverlangen.

Keks soeben am Boden

Krümel ging im Laufschritt lässig über den Balken, aber springen, was ist das. Die Gegend um Weiler ist schön geprägt von einer hügeligen Landschaft mit Getreidefeldern, Weinanbau und einer Vielzahl von Pferdekoppeln. Es ist schön hier und bei Familie Lamp lässt es sich gut aushalten.

 

 

 

 

 

 

Frühstück im Freien.

Tolles Essen, gute Gespräche und für die Beiden eine große Koppel zum Grasen.

Hinweis zum Titelbild, in meiner Freizeit mache ich Kleinigkeiten aus Leder, wie z.B. dieser Halstuch-Knoten aus ~1,5mm dicken Leder.
Die Maße sind:
Höhe ca. 40mm
Durchmesser ca. 15mm
Gewicht ca. 5 Gramm ohne Concho

Concho
Poliertes Silver
Durchmesser ca. 19 mm

Bis zum nächsten Mal.

Kurt

Weinservice Lamp

Idarstraße 9
55627 Weiler/Nahe
Tel: 00491708421677

www.pferdehof-unterauerhell.de
weinservicelamp@freenet.de

Vom Camping Platz nach Kirn und ggf. noch weiter in den Süden. 36 km Rundwanderweg? 29.06.2019

So lautete die Idee. Auf in den Süden. Vom Ausgangspunkt Campingplatz Haumühle nach Kirn und noch weiter südlich.

Bach am Campingplatz
Keks vorm Aufbruch
Blick ins Tal. Hunsrück ist schön.

 

 

 

 

 

 

 

Der Gedanke war, trenne dich von der Vorstellung einen Punkt zu erreichen, sondern versuche täglich 30km in den Süden vorzustoßen. Daher auf nach Kirn, einer größeren Stadt dort gibt es sicherlich Pferdehöfe. Ja, gibt es. Leider ist dort Westernreitturnier. Doch von Vorne. Die Nacht habe ich in der Hängematte am Bach geschlafen. Gemütlich aber im Morgengrauen auch ein wenig kalt. Die Feuchtigkeit kroch den Bach herauf. Vier Uhr morgens bin ich dann aus der Hängematte und habe den Pferden einen erweiterten Platz zum Grasen eingerichtet. Sieben Uhr brachte mir Olaf’s Frau Frühstück und Kraftfutter für die Pferde. Beim Aufsatteln habe ich mir besorgt die wunden Stellen am Widerrist angesehen. An reiten ist nicht zu denken. Also auf nach Kirn Richtung Süden. Der Weg führt durch Natur zum Schloss Dhaun. Dort sehe ich einen Wegweiser nach Weiler ca. 6,5 km, aber ich will doch in den Süden. Daher ignoriere ich das Schild und laufe mit den Hotties im Rücken nach Kirn. In Kirn rufe ich den Reitstall an um zu erfahren, dass die keinen Platz haben. Empfehlung, gehe nach Weilern. Genau genommen hätte ich sofort umdrehen müssen, denn vom Eingang nach Kirn zurück nach Norden nach Weilern wären es nur 6 km gewesen. Aber nein, ich gehe zum Reitstall. Das zieht sich durch den Ort Kirn  Kilometer um Kilometer bis ich die Brücke zum Reitstall finde, dann noch einen Kilometer und ich bin vor Ort. Schön ist, dass es Kraftfutter und Wasser für meine Tiere gibt und für mich nach 365 Tagen das erste alkoholische Getränk. Laut Auskunft ist es von dort eine halbe Stunde nach Weiler. Von wegen halbe Stunde. Der Weg windet sich sanft den Hügel hinauf, kein Abzweig ins Tal wird vom Navi vorgeschlagen und so gehe ich Kilometer, wie viele es zu viel sind werde ich nie erfahren. Der Weg ist lang und will kein Ende nehmen. Neun Kilometer noch. Mir brennen die Fußsohlen und der Durst bringt mich um. Der Planet sticht und wir traben, leicht belämmert, den Weg entlang. Endlich geht es über die Nahr.

 

 

 

 

 

 

 

Nur noch vier Kilometer durch Weinberge bis zum Ziel. Bei der Wanderreitstation werde ich von Frau Lamp bereits empfangen. Am Ziel, wie üblich, zuerst Pferde versorgen, die Widerrist-Verletzungen begutachten und mit Zinksalbe beschmieren und dann Beide auf die Koppel bringen. Bei Familie Lang, die haben eine sehr schöne Anlage, bin ich noch zum Grillen eingeladen. Zuerst konnte ich noch duschen. Zweiundzwanzig Uhr falle ich nach einer Rundwanderung von ca. 36 Kilometern ins Bett. Wie geht es weiter? Die Verletzungen, deren Ursache ich noch nicht kenne, erlauben es nicht mit den Sätteln und Gepäck weiter zu reiten oder gehen. Eine Alternative wäre, das Gepäck wird von jemanden Transportiert und ich setze die Wanderung zu Fuß mit den Beiden fort. Fest steht, es wird drei bis vier Wochen brauchen, dass die Satteldruck Wunden verheilt sind. Vorher kann ich nicht weiter machen. Ob ich die Pferde nach Hause bringe oder hier stehen lasse zum Auskurieren steht noch in den Sternen. Ich diskutiere die verschiedenen Möglichkeiten mit meinen Vertrauten. Schade, es war bis jetzt, trotz vieler Irrungen und zusätzlicher Wege eine schöne Erfahrung mit den Pferden, welche einiges gelernt haben. Bahnübergang, kein Problem, Metall-Gatter keine Aufregung, dämliche Verkehrsteilnehmer mit Gelassenheit. Wie es weiter geht erfahrt ihr in den nächsten Tagen.

 

LG

Kurt

Hallo, wollt ihr den Beruf des Hufschmieds erlernen? So geh’s.

Einführungslehrgang für angehende Hufschmiede / Hufschmiedinnen

Im Zuge des neuen Hufbeschlaggesetzes ist die Ausbildung der Hufschmiede neu geregelt.

Bilder aus der WWW-Seite von Rickus.

 

Ziel dieses Gesetzes ist es unter anderem, seine solide und vor allem auch spezifische Ausbildung für die in der Praxis tätigen Hufschmiede zu vermitteln.

Die Ausbildung beginnt mit einem 4-wöchigen Einführungslehrgang. Diese starten monatlich.

Während dieses Lehrganges werden notwendige Grundlagen für die Aufnahme einer praktischen Tätigkeit in der Huf- und Klauenbearbeitung erarbeitet. Neben theoretischem Unterricht wird auch praktisch gearbeitet.

Die Dauer des Lehrganges beträgt 4 Wochen mit mindestens 160 Stunden Lehrgangszeit. Gegebenenfalls kann der Einführungslehrgang nach Absprache gesplittet werden in 2×2 Wochen.

Der Einführungslehrgang soll vor der Aufnahme einer praktischen Tätigkeit, vor allem vor dem Praktikum absolviert worden sein.

Während der 2 folgenden Jahre wird im Praktikum, einer praktischen Zeit bei einem staatlich anerkannten Hufschmied das Notwendige für die tägliche Arbeit vermittelt. Anschließend folgt ein 4-monatiger Intensivkurs in einer Hufbeschlagsschule, in der das Erlernte sowohl praktisch als auch theoretisch gefestigt und vertieft wird.

Mit der Abschlussprüfung werden die Fähigkeiten in Theorie und Praxis in einer 2tägigen Prüfung bescheinigt.

Hier ist eine Adresse wo man Hufschmied lernen kann. Für mich persönlich ist es einige Jahre zu spät.

Markus Rickus
Hufschmied in Beltheim, Rheinland-Pfalz
Schmiedeweg 8, 56290 Beltheim
Telefon: 0171 7538303
https://www.lehrschmiede-rickus.de/lehrschmiede/

Meine Hotties sind beschlagen 27.06.2019

Rhein Fähre in Boppard

Am 26.06.2019 bin ich per Bahn von Stuttgart nach Boppard am Rhein gefahren. Habe dort im Hotel City Hotel Hunsrücker Hof

Steinstraße 26 -28, Boppard, 56154, Deutschland – Telefon: +49 6742 2433 gewohnt. Ein Hotel in der Altstadt zu fairen Preisen. Abends habe ich an der Rhein Promenade gegessen. Pizza, wobei am Nachbartisch hat ein Herrn ein wunderschönes Pfeffersteak gegessen. Könnte es sein, ich habe die falsche Wahl getroffen. Ja und Nein, denn die Pizza war außergewöhnlich gut. Am 27.06.2019 hat mich Jens abgeholt, wir sind dann zu ihm nach Hause, haben die Hotties in den Hänger geladen und sind pünktlich um 9 Uhr beim Hufschmied Markus Rickus abgekommen.
Ich dachte bei Markus ist eine Lehrwerkstätte. Ist es ja auch. Was ich jedoch nicht wusste war, dass ein Teil der angehenden Hufschmiede heute den 27.06.2019 den ersten Teil ihrer Berufsabschlussprüfung hatten.
Huf am Bock
Angehende Hufschmiede bei der Arbeit.
Deshalb hat alles ein wenig länger gedauert. Jeder Proband musste ausführlich über die Pferdeanatomie, die Hufe Beschaffenheit, besondere Merkmale vom Pferd einem Experten-Team rede und Antwort stehen oder auch Zusatzerklärungen abgeben. So hat das Beschlagen mit frischen Eisen, anstelle von Duplos, einiges Zeit in Anspruch genommen, Nach dem Beschlagen haben die Experten die Arbeit noch einmal genau unter die Lupe genommen. So eine Hufschmiedeausbildung dauert seine Zeit. Darüber schreibe ich zusätzlich. 13 Uhr war es so weit, die Beiden haben frische Schuhe und es kann los gehen. Jens war mit dem Hänger nach 45 Minuten ab Anruf zur Stelle und wir sind zu ihm nach Hause. Es war klar, dass ich mit den Pferden bei dieser Hitze den nächsten Punkt nicht erreichen würde und bat Jens mich zu der Reitstation zu fahren. So war es dann auch. Ich habe 30km geschummelt und die Pferde bei der Reitanlage Bauer aus dem Hänger geladen. Die Beiden waren ganz schön verschwitzt, und dass vom Hänger fahren. Angstschweiß, nein, es ist heiß und gegen Nachmittag, wir waren 16 Uhr vor Ort, ist es besonders heiß.
Keks beinahe fertig mit frischen Beschlag.
Große Koppel bei der Reitanlage Bauer
Koppel Reiterhof Bauer.
Viel Platz für meine Pferde.

Besonderen DANK gebührt an dieser Stelle den Jens Jüttner meinem Freund aus der Automobilbranche, dem Markus Rickus, welcher mir noch Vergessenes noch nach gebracht hat, den Probanden, welche einen tollen Job gemacht haben und der Familie Bauer, welche den Pferden eine großzügige Koppel zur Verfügung stellten.

Markus Rickus
Hufschmied in Beltheim, Rheinland-Pfalz
Schmiedeweg 8, 56290 Beltheim
Telefon: 0171 7538303

 

Reitanlage Bauer
In der Häh 2
55481 Womrath
Telefon: 06763 4109
Mobil: 01604454705

 

Welcher Beschlag ist der Beste? 25.06.2019

Nur noch zwei Tage, dann geht es weiter. Termin ist 27.06.2019, dann bekommen die Hotties Eisen Anstelle von Kunstoff-Beschlägen. War nun die Entscheidung für  Kunststoff-Beschläge die falsche Wahl? Ja und Nein, Die Kunststoff-Beschläge sind sicherlich gut, jedoch muss man die Streckenbeschaffenheit betrachten. Speziell in Thüringen ging es auf vielen Forststraßen mit extrem rauhen Schotterwegen ständig bergauf und bergab.

Vorderhand Krümel
Vorderhand Krümel

 

 

Täglich ca. 450 Meter hinauf und wieder hinunter. Gerade das runter gehen, teilweise rutschen haben speziell die Kunststoff-Beschläge extrem beansprucht. Die Beschläge an der Hinterhand sind relativ gut.

Hinterhand Krümel

 

Man könnte jetzt auch behaupten ich reite falsch, denn die Abnützung sollte gleich sein. Was weiß ich nun? Für Bodenbeschaffenbheiten wie in Thüringen und Nordhessen sind Eisen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die bessere Wahl. Um wieviele Etappen die länger gehalten hätten kann ich nicht sagen. Eine Möglichkeit wäre auch die Pferde vorne mit Eisen und Hinten mit Kunststoff-Beschlägen zu reiten. Fest steht, beide bekommen nun Eisen. Wielange diese halten werden kann ich nicht sagen, ihr werdet es lesen.

VG

Kurt

Zwangspause, da die Pferde neue Hufeisen brauchen 16.06.2019 bis 27.06.2019

Hi Leute, es ist nicht gestellt. Ich kenne mich damit aus. 🙂
Bei diesen Tests leiden auch die Reifen.

Was tun, wenn man so lange Pause hat. Arbeiten, wie könnte es anders sein. Spass beiseite.
Leider wurde ein Mitarbeiter von meinem Freund Jens krank und Jens musste am Automotiv-Test-Track bis zum 20.06.2019 alle Szenen – sprich Testdaten – hereingefahren haben. Es fehlte jemand, der die Messtechnik beherrscht. Daher war es naheliegend, dass ich einspringe. Sonntag Abend bis Mittwoch späten Nachmittag, 18 Stunden pro Tag. Unchristlich. Ich bin dann spät am Abend per Bahn nach Hause gefahren.

 

Es dauerte 3 volle Tage bis ich wieder im normalen Bio-Rhythmus war. Samstag den 22.06.2019 gab es eine 16 km Wanderung und Montags muss ich wieder anreisen in den Hunsrück. Donnerstag den 27.06.2019 werden wir die PFERDE zum Beschlagen bringen. 8 Uhr 30 sollen wir vor Ort sein. Ich freue mich bereits jetzt riesig auf die nächsten Tage im Sattel. Aktuell werden die Hotties von Julia, dies ist die Frau von Jens, liebevoll betreut. Die Kinder der Beiden haben meine Pferde lieb gewonnen obwohl sie selbst einige Pferde im Stall haben. Zum Kraftaufbau gibt es täglich eine Portion Gerste. In den letzten Tagen habe ich über eine neue Befestigung der Taschen, Rucksäcke nachgedacht. Diese Idee, ich habe bereits ein MOCKUP gemacht, werde ich mit einer jungen Sattlerin besprechen. Bin gespann was sie dazu sagt.

Wandern, sehen, genießen.
Der Mais steht bereits hoch. Besser als letztes Jahr.
Bawahren, restaurieren. Eine gut erhaltene Holzbrücke.
Reitwege, wohin das Auge schaut.
Ein verrückter Abend, mit einer schrägen Band.

 

Also noch einmal, ich freue mich darauf meine Reise fortzusetzen.

LG

Kurt

This site uses cookies to offer you a better browsing experience. By browsing this website, you agree to our use of cookies.