Restliche Feiertage und Jahreswechsel in Spanien, Tarifa Andalusien. 27.12.2019 bis 3.01.2020

Hallo zusammen,

diese Mal geht es nicht ums Reiten, es geht um Feiertage in einer anderen europäischen Kultur. Klar, die Temperaturen sind in Andalusien zum Jahreswechsel zwischen 17 und 20 Grad Celsius. in Tarifa bläst ständig der Wind und die Kit-Surfer verbringen die Feiertage auf dem Wasser. Und wir? Wir waren reiten, aber dieses Mal haben wir den Schwerpunkt auf spanische Kultur und Sehenswürdigkeiten gelegt.

Viele gelb bemalte Pferdekutschen prägen u.a. das Stadtbild.
Sevilla, eine sehenswerte Stadt 80 km vom Meer mit Hochseeschiffe, die hier anlegen

Sevilla war beeindruckend. Diese Stadt hat ein maurisches Flair und besitzt wunderschöne große Plätze, welche allemal eine weitere Reise wert wären. Was fasziniert uns am Jahreswechsel in Andalusien? Es ist der Umstand, dass es keine bzw. ganz wenig „Knallerei“ gibt. Man ballert nicht in die Luft uns schreit oder stöhnt, oh wie schön. Schau, schau. Nein, hier feiert man ein wenig anders. Bei gutem Essen, dann 12 Sekunden vor Mitternach pro Sekunde eine Weinbeere in den Mund stecken, Punktum beim Mitternachts-Gong die Beeren runterschlucken und sich einen Wunsch für neue Jahr geistig wünschen. Danach, „Karneval“.

An den Berghängen kleben Dörfer.
Brücke in Ronda, welche die Altstadt und Neustadt verbindet.
Kirche in Ronda!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den nächsten Tag ausschlafen und dann die Stadt Ronda besuchen. Die langen Fahrt in das Hinterland, durch eine schöne weite bergige Landschaft mit hochgelegenen weißen spanischen Dörfern, hat uns begeistert. Ronda ist schön. Wir haben auch noch Gibraltar besucht bevor die verrückten Briten die EU verlassen und sind auch noch ausgeritten. Die schwarzen Schweine, der Andalusische Stier alles zusammen hat uns Spaß gemacht. Um alles zu erzählen reicht einfach die Zeit nicht. Am 3.01.2020 sind wir zurück gereist.

Ausritt mit Klaartje.
Mosaik in Sevillia.
Klaartjes Pferd. Angebunden in der Pause.
Wunderschöne schwarze Schweine.
Andalusischer Stier. Klein aber kräftig.

 

 

 

 

Gruß Kurt

 

 

 

Alle Jahre wieder! Es ist Weihnachten und der Jahreswechsel naht. 24.12.2019 bis 26.12.2019

Am Stall.
Blick über die Heide.
Dort hinten kommen die Beiden.

 

 

 

 

 

 

 

Weicher leicht sandiger Boden. Gut für die Hufe.

Hallo zusammen, es ist der 24.12.2019 und wir bekommen Besuch. Yvi, ihres Zeichen eine sehr gute, talentierte Dressur-Reiterin geht mit mir ins Gelände. Welches Pferd möchtest du reiten? Yvi hat sich spontan für Keks entschieden. Da ich die Fähigkeiten von Yvi kenne, sie reitet zuhause fremde Pferde zu, habe ich sofort zugestimmt. Pferde holen, aufsatteln und raus ins Gelände. Dieses mal haben wir auch eine Fotografin mit, damit wir einige schöne Bilder vom Ausritt bekommen.   Wir gingen zuerst ins Viereck um Yvi die Möglichkeit zu geben sich an Keks zu gewöhnen oder vielleicht auch umgekehrt. Danach sind wir beim Haupttor hinaus in die „Prärie“ diese sanfte hügelige Landschaft hinter dem Stall. Nach ca. 90 Minuten sind wir zurück zum Stall. Die Temperaturen waren nicht für einen extra langen Ritt. Bei den Temperaturen um 0 bis 8 Grad Celsius bekomme ich leider Schmerzen im Knie. Ungeachtet dessen war es ein tolles Erlebnis. Keks war tiefen entspannt, nur Krümel hatte das ein oder andere Mal Flausen im Kopf.

Krümel trägt den „blüschigen“.

Yvi und mein Sohn Philipp sind am 25.12.2019 nach ausgiebigen feiern,Geschenke auspacken und gutem Essen wieder nach Hause abgedampft. Ja, wer Tiere hat kann diese nicht ewig anderen Menschen überlassen.

Es waren schöne Feiertage.

LG

Kurt

Der Jahreswechsel naht! 11.12.2019 bis 23.12.2019

Hallo zusammen,

Es gibt schon schöne Sachen zu kaufen in Salzburg.
Einige Stunden später war die weiße Pracht weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

vor einigen Tagen war ich in Salzburg, bin in die Innenstadt gegangen, habe den Weihnachtsmarkt besucht und mich mit Kutschern unterhalten. Thema, Hufbeschlag. Alle Kutschpferde in Salzburg sind mit Eisen beschlagen. Kein Kutscher verwendet Kunststoffbeschläge, laut Aussage eines Angesprochenen. Als  Grund dafür wurde genannt die kurze Lebensdauer und vor allem das Fehlen eines Hufschmieds, welcher sich hervorragend mit den neuen Kunststoffbeschlägen, den DUPLOS, auskennt. Ein Argument ist in Salzburg jedoch nicht von der Hand zu weisen, es ist der Winter, wo den Pferden „Speiks“ / Stollen in die Eisen geschraubt werden, damit diese bei Schnee und Eis die Steigungen besser meistern. Zwischenzeitlich hat es auch am Standort meiner Pferde geschneit und Keks und Krümel genießen die weiße Pracht, welche bereits nach Stunden wieder Geschichte war.

In den letzten Tagen haben wir die Pferde nach der Methode unseres Pferdeflüsterer trainiert. Das ist spannend und interessant wie die Beiden reagieren. Es ist unheimlich zu sehen wie man seine persönliche Gelassenheit auf die Tiere übertragen kann. Keks, der wie ein Zappelphilipp kaum ruhig stehen kann, kann auf einmal am Führstrick gelassen warten. Auch beim Reiten beherrscht er nun den langsamen Schritt und Trab.

Wenn wir ausreiten sind Keks und Krümel schon sehr gelassen. Wir nehmen immer unterschiedliche Wege vom Hof um sicher zu gehen, dass alle Wege problemlos von den Pferden akzeptiert werden.  Um ins Umland zu kommen, müssen wir eine viel befahrene Strasse überqueren. Das bedeutete absteigen. Beim letzten Ausritt bin ich alle Wege mit Keks am Führstrick gelaufen. Meine Partnerin ist mit Krümel dann in der Heide geritten und ich war begeistert wie gut das bereits funktioniert. Warum bin ich gelaufen? Da ich laut meinen Freunden „blüschig“ bin, benötige ich aktuell immer noch eine Aufsteighilfe. Keks findet das Aufsitzen nicht lustig. Er versucht sich ständig zu drücken. So nach dem Motto warum soll ich dich gewichtigen Menschen tragen . Lauf doch selbst.

Liebe Grüße

Kurt

 

Mücheln nach Gross-Jena 24km am 17.05.2019

Morgens um acht Uhr stand Karsten vor der Tür, der Besitzer der tollen Ferienwohnung, wo ich übernachtet habe. Karsten und ich fanden viele Gemeinsamkeiten und Themen, und schwatzten und schwatzten bis es 11 Uhr war. Beim Schwatzen haben wir heiße Limonade getrunken, welche ich im Gepäck habe.

Ferienwohnung

11 Uhr, jetzt muss ich die Beine in die Hand nehmen. Ich wollte doch so um etwa 10 Uhr los. Der Stall liegt um die Ecke. Den Krümel und Keks aus der Box raus und in der Boxengasse angeleint. Die üblichen Arbeitsschritte, Huf säubern und Kunststoff-Beschlag prüfen, striegeln, Schwanzhaar vom Stroh befreien.

 

Da ich bereits zum dritten Mal aufsattel mit dem Gepäck, war das rasch erledigt. Beide Pferde waren innerhalb einer Stunde für den Aufbruch bereit. Zuerst Krümel in den Hof geführt, danach Keks und beiden noch deren Lieblingsfutter, welches ich vorbereit habe, unter die Nase gehalten. Schlapper, schlapper und weg war es. Ich weiß nicht was da drinnen ist, dass die Beiden so gierig sind auf dieses Futter.

Keks
Krümel

 

 

Jetzt wird es Zeit vom Hof zu reiten. Der Krümel hat sich ein wenig geziert beim Aufsteigen, naja, ich kenne das. Nun Richtung Hofausgang auf die Schloßstraße nach Mücheln. Beim Hofausgang erklärte mir Krümel, da geh ich nicht. OK. Nach ca. 10 Minuten habe ich Krümel überzeugt, dass wir den Hof verlassen und auf die Schloßstraße einbiegen. An der Brücke über die Mücheln wiederum das Theater. Nach der Brücke stand ich mit beiden Pferden auf der Hauptstraße. Leider kennen die Navigations-Systeme wie Google-Maps oder Komood keine Reitwege. Wanderwege führen des öfteren einige hundert Meter neben Hauptstraße, was für Pferde ungeeignet ist.
Was nun? Ein wenig links, dann zurück und siehe da ein Wanderweg den Hügel hinauf. Beschilderung Fehlanzeige.
Hinaufgeritten den Hügel auf den schönen Wanderweg stellt sich wiederum die Frage links weg oder rechts. Links weg, was sich als ein Kilometer Fehlanzeige herausstellte. Daher zurück, durch die Schrebergärten rechts in eine Wald, welcher mich glücklicherweise auf einen Feldweg in Richtung Gross-Jena brachte. Endlose Weiten, Felder soweit das Auge reicht und zwischendurch sehe ich einige Kornweihen (Raubvogel), Rehe aber keinen einzigen Hasen.

Große Weite.

Nach einigen Straßen Querungen habe ich einen beschilderten Waldweg erreicht. Dieser führte für ca 4km in Richtung Freyburg Unstrud. Es ging weiter über einige unbestellte Felder. Über der Anhöhe vor Freyburg konnte ich einen Bauern befragen wie den der beste Weg nach Gross-Jena ist. Er gab mir viel Wissen mit, sodass ich ohne große gefährliche Straßen Überquerungen einen Feldweg erreichte. Dieser führte bergan. Leider ist mir auf halben Strecke Krümel auf einen Zügel gestiegen, sodass dieser gerissen ist. Wie unachtsam von mir. Damit ich ohne absteigen weiter reiten konnte, habe ich die Führleine, welche um Krümels Hals hing als zusätzliche Zügel verwendet. Führleine abmachen und mit dem Karabiner einhängen, fertig. Nun noch Keks seinen Führstrick wiederaufnehmen, dieser lag am Boden, und weiter bergan. Oben an einem Zaun angekommen wiederum die Frage, links oder rechts. Rechts war falsch. Daher umdrehen und links am Feldrand entlang mit Maulgerecht hochstehenden Korn. Keks wollte ständig fressen. Um das zu verhindern habe ich den Keks ganz kurz an der Führleine gehalten und Krümel zügig ausschreiten lassen, damit das kilometerlange Feld ohne fressen aufhörte. Am Ende gab es eine Überraschung. Huch, wie schön. Eine Brücke über eine vielbefahrene Straße. Klar, Krümel hat sich wieder einmal geziert, aber mit stetiger Überredungskunst hat er dann doch die Brücke in Angriff genommen. Jetzt sah ich ein Novum, eine Wegmarkierung und dieser folgte ich durch einen Wald. Im Wald an den möglichen Abzweigungen hat mich glücklicherweise mein Instinkt richtig geleitet. An einem Pferdehof vorbei ins Tal der Unsrud hinab in Richtung Gross-Jena. Unten angekommen konnte ich bereits den Reitstall sehen. Nur noch 3km, eine Straßen Überquerung es ist geschafft. Am Reitplatz wurde ich herzlich empfangen. Nun folgte das übliche Ritual. Absatteln, Pferde versorgen und zum Landhotel Grober´s Reiterhof gehen in welches ich mich eingebucht habe. Einfaches Hotel mit guter Küche und schönen Zimmern. Landhotel Grober´s Reiterhof Am Spielplatz 06618 Naumburg an der Saale
Hinweis:  landschaftlich eine reizvolle, wunderschöne Gegend.
Gruß Kurt

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