Es war 5 Uhr morgens, als ich aus der Hängematte kroch. Erste Aufgabe, nach den Pferden sehen und Zusatzfutter verteilen. Der Weg führt heute zurück nach Spielberg, dieses Dorf liegt auf der Strecke Punschrau nach Zäckwar, danach den General von Blücher Weg nach Hassenhausen, dann Rehehausen ins Lanitztal. In Auerstedt nehme ich den König Friedrich Willhelm Weg Richtung Apolda. So lautet die Planung.

Dorfleben ohne Geschäfte und Wirtshaus.

So gegen 9 Uhr hatte ich die Pferde vorbereitet. Keks war besonders nervös, scharrte andauern mit den Vorderhufen, trampelte wie ein Stepptänzer. Erst nachdem er mit allem Beladen war wurde er ruhiger. Raus aus dem Stall auf Spielberg auf einer Landwirtschaftlichen Straße ca.1km. Von dort über weitere Feldwege nach Rehenhausen, alles Problemlos, ca. 4 km und weitere 2,5 km nach Großhering. Vor Großhering begannen daas Verwirrspiel mit den Beschilderungen. Vor Großhering hätte ein Weg bereits ins Lannistal geführt. Beschilderung Fehlanzeige. Also glaube ich den Weg nach Grosshering zu folgen. Auch diese Wegbeschreibung war irreführend, denn an den wichtigen Kreuzungen gab es keine Richtungsangabe, daher 2 km Extrarunde reiten.

 

Nach zusätzlichen Reiteinlagen, nochmaliges Aufsteigen auf Krümel habe ich den Weg nach Grosshering gefunden. Super, jedoch ist der Weg reitend nicht passierbar. Ein Baum hat den Weg versperrt. Absteigen und die Pferde führen. Die nächsten 2 km ging es mit beiden an den Führleinen ins Dorf. Dort die nächste Überraschung. Der Weg ins Lannistal und nach Auerstedt war ebenfalls sehr schlecht beschildert. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Wegweiser sehr klein sind, Kartenlesen am Pferd kaum möglich ist.

Große, riesengroße Felder auf den Weg nach Apolda.

In Sonnendorf startet der Weg ins Lannistal. Schöne Wegstrecke durch die Natur, aber auch hier missverständliche Wegweiser. Habe deshalb in und um Sonnendorf einige Kilometer zusätzlich geritten. Am Ende vom Tal die Frage, wohin jetzt. Dasselbe in Grün. Keine klare Beschilderung. Nachdem ich einen Läufer angehalten und befragt habe, wusste ich wohin. Sonnendorf über Lannistal nach Auerstedt sind ca. 5 km zu reiten. Endlich in Auerstedt am Bahnübergang. Krümel war nicht davon zu überzeugen die Geleise mit mir am Rücken zu überqueren. Also runter vom Pferd und zu fuß weiter. Im Ort stand ein Schild nach Apolda sind es 16 km. Na dann, auf die nächsten Kilometer. Nach Auerstedt ging es bergauf zum König Friedrich Willhelm Weg, dort angekommen und scharf rechts und alles ist gut. Von wegen. Nach ca. 8 km querte ich die Bundestrasse 87. Der Weg führte geradeaus weiter. Es war schon vorauszusehen, ein Gewitter zieht auf. Da passiert es. Es blitzt und donnert und Keks erschrickt sich und donnert im vollen Galopp in ein Feld. Krümel hinterher.

Reithut mit integrierten Kopfschutz mit zum Patetnt angemeldeten Hutharnisch.

 

Dabei verliere ich meinen Reithut, welchen ich blöderweise nicht geschlossen hatte, sodass dieser mir vom Kopf geweht wurde. So habe ich zuerst aus dem Sattel den Keks eingefangen, problemlos, dann zurück zum Hut. Leider musste ich absteigen, um den Hut zu bergen. Zwischenzeitlich hat das Gewitter an Stärke zugenommen und Starkregen prasselte auf uns nieder. An aufsteigen war nicht zu denken. So musste ich weitere 8 km in starken Regen mit den Pferden im Schlepptau zu Fuß zurücklegen. In Nauendorf traf ich auf hilfsbereite Menschen mit Pferdeerfahrung. Meine Hotties hatten mächtig Durst und sie bekamen frisches Wasser. Von Neuendorf waren es nur noch 2 km Hauptstraße. Kein Feldweg. Da habe ich eine Fehlentscheidung getroffen, welche uns ca. zusätzliche 2 Kilometer Fußmarsch einbrockte. Was solls? Mannlernt dazu. Vom Hotel am Weimarer Berg rufe ich den Reitstall an.

Das ist ein schön gepflegter Stall.

Im Reitstall gibt es zwei Plätze für mich zu sehr moderaten Kosten. Vom Hotel daher bergab zum Reitstall Reitverein Grüne Aue Apolda, das waren noch einmal 1,55 Kilometer. Insgesamt habe ich 33 Kilometer zurückgelegt. Wegen der schlechten Wetteraussichten habe ich mich entschlossen zwei Tage in Apolda zu verbringen. Die Menschen im Reitstall hatten bereits alles für die Hotties hergerichtet und Anna brachte mich noch zum Hotel. Zum Essen musste ich zum Mac um einen Burger als gemeinsames Frühstück, Mittagessen und Abendessen zu mir zu nehmen. Frühstück gibt es morgen im Hotel Weimarer Berg.

Adresse Reitstall Apolda: Reitverein grüne Aue, Auenstrasse 26a, 99510 Aploda, Thüringen.

LG Kurt

Komoot zum Nachlesen: https://www.komoot.de/invite-tour/67806436?code=eztoow-Gn9YES6q9Xmvs3446WgEBFaaW2M_ba4RmnyUtRTxIoo

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